Maschinenbau, Anlagenbau

Digitalisierung und ERP-Einführung steigern Ressourceneffizienz

Durch die konsequente Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse und die Einführung eines modernen ERP-Systems konnte die KONTRA Anlagentechnik GmbH aus Rüthen ihre Ressourceneffizienz deutlich steigern. 

Luftaufnahme eines Unternehmensgeländes mit mehreren Gebäuden. Im Vordergrund befindet sich ein größeres Gebäude mit dem Schriftzug „KONTRA“, umgeben von Parkplätzen. Im Hintergrund erstrecken sich grüne Felder und Bäume.
Der Firmenstandort der KONTRA Anlagentechnik GmbH in Rüthen (NRW) in einer Luftaufnahme.

Zum Unternehmen

KONTRA Anlagentechnik GmbH

Hankerfeld 20
59602 Rüthen

www.kontra-handling.de

Gründung
1986

Unternehmensgegenstand
Herstellung von Handling- und Sägesystemen, Prozessautomation, Sonderanlagen sowie Wartungs- und Reparaturservices

Mitarbeiter
80

Ausgangssituation

Die Analyse der bestehenden Prozesse zeigte deutliche Potenziale zur Steigerung Ressourceneffizienz des Unternehmens. Die Dokumentation der Abläufe waren teils papierbasiert, wurden mit Stand-Alone-Software betrieben und waren von manuellen Eingaben geprägt. Eine analog abgebildete Lagerbestandsführung sowie ein vollumfängliches Änderungsmanagement führten zu Ausschuss, Mehrarbeit und Zusatztransporten. Auch die Informationsweitergabe zwischen Abteilungen bot Optimierungspotenziale, da Informationsbrüche zu Verzögerungen und erhöhtem Material- und Energieeinsatz führten.

Maßnahmen und Vorteile

Die Beratung Ressourcenschonung wurde anteilig im Rahmen des Beratungsprogramms „Ressourceneffizienz und Circular Economy“ des NRW-Umweltministeriums gefördert. Die Beratung führte zu folgenden Maßnahmen: 

  • Einführung eines modernen ERP-Systems
    Dieses ermöglicht die Abbildung sämtlicher Geschäftsprozesse – von Vertrieb und Einkauf über Fertigung und Montage bis hin zur Lagerhaltung – in digitaler Form. Ein besonderer Fokus lag auf der Anbindung von CAD- und ePlan-Schnittstellen, sodass Stücklisten und Konstruktionsdaten automatisch ins System übertragen werden können.
  • Digitalisierung von Fertigungsaufträgen und Arbeitsplänen
    Die Digitalisierung führt dazu das Kapazitäten besser geplant und Rückmeldungen in Echtzeit erfasst werden. Auch die Produktionsmeldungen wurden systemisch integriert, sodass Mengen und Statusinformationen jederzeit transparent verfügbar sind.
  • Neuorganisation der Lager- und Bestandsführung
    Materialien werden nun digital kommissioniert und die Bestände sind jederzeit abrufbar.
  • Einführung eines Dokumenten- und Änderungsmanagements
    Änderungen im Produktionsprozess werden nicht mehr manuell auf Papier vermerkt, sondern zentral dokumentiert und für alle relevanten Abteilungen sichtbar gemacht. Dadurch lassen sich Doppelproduktionen vermeiden und Ausschuss reduzieren.

Einsparungen

Ressourcen

  • Material (Bauteile und Stahl): 6,9 t/a
  • Energie: 90.000 kWh/a
  • Transporte: 74.000 km/a

Treibhausgas

Das Bild zeigt drei kreisförmige Diagramme, die die CO2-Emissionen in Tonnen (t/a) für Scope 1, Scope 2 und Scope 3 darstellen. Die Werte sind 18,30 t (Scope 1), 13,00 t (Scope 2) und 66,50 t (Scope 3). Rechts ist eine Darstellung der Gesamtemissionen für 2024. © efa

Projektverlauf

  • Beratung: 04/2025 – 10/2025
  • Umsetzung: bis 10/2026

Projektpartner

  • KONTRA Anlagentechnik GmbH
  • Effizienz-Agentur NRW
  • Ingenieurbüro Mette
Veröffentlichungsdatum: 22.04.2026

Ansprechperson

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Ekkehard Wiechel
Ekkehard Wiechel
Beratung & Projektkoordination | Region Südwestfalen
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