Kunststoff

Investition in neue Anlagentechnik steigert Rezyklatanteil in Produkten und senkt Treibhausgasemissionen

Mit der Umsetzung ressourceneffizienterer Produktionsprozesse und nachhaltiger Produkte mit hohem Rezyklatanteil treibt die AGOFORM GmbH ihre Transformation voran. Die efa unterstützte das Unternehmen bei der Investition in neue Anlagentechnik mit ihrer Beratung Finanzierung.

Eine geöffnete Küchenschublade mit Besteck, darunter eine weitere Fläche mit einem Holzlöffel und zwei Gläsern. Die Schublade ist modern und aufgeräumt, mit einem grauen Innenlayout für die Organisation des Bestecks.
AGOFORM fertigt individuelle Besteckeinsätze und Antirutschmatten nach Kundenwunsch.

Zum Unternehmen

AGOFORM GmbH

Gewerbestr. 27
32584 Löhne

http://www.agoform.de

Gründung
1928

Unternehmensgegenstand
Herstellung von Schubkasteneinsätzen und Antirutschmatten aus Kunststoff

Mitarbeiter
160

Ausgangssituation

Die AGOFORM GmbH ist ein führender Hersteller von Schubkasteneinsätzen und Antirutschmatten aus Kunststoff. Bis 2030 plant das Unternehmen, klimaneutral in den Bereichen Scope 1 und 2 zu produzieren und die Scope-3-Emissionen zu halbieren. Zu diesem Zweck gestaltet AGOFORM seine Produktionsprozesse ressourceneffizienter und setzt auf möglichst nachhaltige Produkte mit einem hohen Rezyklatanteil.

An einem bestehenden Extruder wurden ergänzende Investitionen in einen neuen Schmelzfilter und eine physikalische Schäumanlage vorgenommen. Dabei unterstütze die Beratung Finanzierung der efa das Unternehmen.

Standortbilanz 2024

Die Grafik zeigt vier runde Diagramme, die die CO2-Emissionen in Tonnen pro Jahr (t/a) für verschiedene Scopes darstellen: Scope 1 mit 169 t/a, Scope 2 mit 0 t/a und Scope 3 mit 14.854 t/a. Auf der rechten Seite sind die Gesamtemissionen für 2024 dargestellt.

Maßnahmen und Vorteile

  • Kontinuierlicher Schmelzfilter
    Durch den Einbau eines kontinuierlichen Schmelzfilters können deutlich höhere Anteile von Post-Consumer-PS-Rezyklaten (PS = Polystyrol) eingesetzt werden. Der Filter entfernt Verunreinigungen aus dem Rezyklat, sodass der Einsatz von Neuware durch Recyclingmaterial ersetzt werden kann, ohne die Produktqualität zu beeinträchtigen. Der Rezyklatanteil konnte so von 168 Tonnen pro Jahr auf 325 Tonnen gesteigert werden.

  • Physikalische Schäumanlage
    Die physikalische Schäumanlage reduziert durch Aufschäumen der Unterschicht die Materialdichte der PS-Platten. Dadurch wird bei gleichen Produkteigenschaften 39 t/a weniger Material benötigt.

Einsparungen

Ressourcen 

  • Ersatz von Primärrohstoffen durch Sekundärrohstoffen: 157 t/a

  • Material: 39 t/a

Treibhausgase 

  • CO2e: 527 t/a

Kosten 

  • ca. 110.500 Euro/a

Finanzierung

  • Investitionshöhe: 462.276 EUR

  • Zuschuss*: ca. 161.797 EUR

  • Fördereffizienz: 316 EUR/t CO2

 

* BAFA Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (Modul 4)

Projektverlauf

  • Beantragung Fördermittel: 05/2024 – 07/2024

  • Förderbescheid: 10/2024

  • Umsetzung Maßnahme: 11/24-06/25

Partner

  • Effizienz-Agentur NRW

  • Power on, Energieberater Sven Kowert

Veröffentlichungsdatum: 11.08.2026

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Marcus Lodde
Marcus Lodde
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