Metall

Innovative Späneaufbereitungsanlage senkt Ressourceneinsatz

Mithilfe einer modernen Späneaufbereitung kann die Klaus Kuhn Edelstahlgießerei GmbH aus Radevormwald ihre Beschaffung von Spänekisten, den Kühlschmierstoffeinsatz und den Energieverbrauch senken und gleichzeitig die Qualität der aufbereiteten Späne steigern. Diese Maßnahmen kommen den anvisierten Klimazielen des Unternehmens zugute und senken gleichzeitig die Kosten.

The image depicts a warehouse environment with various industrial machinery. A large machine with a robotic arm is positioned next to a control panel, while containers are stacked nearby. The area appears organized, with crates visible in the background.
Die integrierte Späneaufbereitungsanlage umfasst den Einsatz einer alternativen Zerkleinerungstechnik, die ohne Kühlung durch Schmierstoffe (KSS) auskommt, als auch die Trocknung der Späne in einer Durchlaufzentrifuge.

Zum Unternehmen

Klaus Kuhn Edelstahlgießerei GmbH

Otto-Hahn-Straße 12–14
42477 Radevormwald

https://www.kuhn-edelstahl.de/

Gründung
1960

Unternehmensgegenstand
Herstellung, Fertigbearbeitung und Vertrieb von Bauteilen aus Edelstählen sowie hochlegierten Eisen-, Nickel- und Kobaltlegierungen im Schleudergussverfahren.

Mitarbeiter
300

Klimaziele und Ausgangssituation

Ziel

Die Klaus Kuhn Edelstahlgießerei GmbH strebt eine Reduzierung ihrer Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 50 Prozent bis 2030 an.

Ausgangssituation

Das Unternehmen bereitet die bei der Zerspanung anfallenden Späne auf. Bei deren Zerkleinerung wird Kühlschmierstoff (KSS) eingesetzt, wodurch die Späne verunreinigt werden. Die weitere Aufbereitung der Späne in einem Trocknungsprozess ist sehr material- und energieintensiv.

Standortbilanz 2024

Das Bild zeigt drei Kreisdiagramme, die die CO2-Emissionen in Tonnen für Scope 1, Scope 2 und Scope 3 darstellen. Die Werte sind: Scope 1 – 2.750 t, Scope 2 – 4.550 t, Scope 3 – 8.400 t. Zudem sind die prognostizierten Scope 1-3 Emissionen für 2024 dargestellt. © efa

Maßnahmen und Vorteile

Eine standortbezogene Analyse der Energie- und Materialströme führte zur Realisierung einer integrierten Späneaufbereitungsanlage. 

Die Vorteile im Überblick:

  • Einsatz einer alternativer Zerkleinerungstechnik
    Ein zentral drehendes Messer zieht die Späne in der neuen Anlage nach unten und reibt diese dabei an den an der Trichterwand angebrachten Messern vorbei, ähnlich wie bei einem Kegelmahlwerk. Dieser Prozess kommt ohne die Kühlung durch Kühlschmierstoffe (KSS) aus.
     
  • Trocknung der Späne in einer Durchlaufzentrifuge
    Die Späne werden in einem kontinuierlichen Prozess getrocknet. Das dabei abgeschiedene KSS, welches im Produktionsprozess aufgenommen wurde, wird in einem Sammelbehälter aufgefangen. Die Späne verlassen die Zentrifuge mit einem Restfeuchtegehalt von unter zwei Prozent.
     
  • Unmittelbare Nutzung der behandelten Späne möglich
    Die Späne kann, je nach Restfeuchte und Werkstoff, nach Verlassen der Anlage unmittelbar wieder eingeschmolzen werden. Das Einbrennen im Gasofen entfällt dadurch für einen erheblichen Anteil der Späne (40 Prozent entsprechend 1.000 t/a). Zukünftig werden lediglich jene Späne eingebrannt, deren Werkstoff dies aus qualitativen Gründen erfordert.
     
  • Reduzierung des Einbrennprozesses
    Die Spänekästen werden durch hohe Temperaturen beim Einbrennen stark in Mitleidenschaft gezogen. Durch die Reduzierung des Einbrennens der Späne sinkt der Behälterverschleiß und die Verschrottungsrate der Behälter um 40 Prozent. 

Einsparungen

Ressourcen

Erdgas285,761 MWh/a
Strom1,8 MWh/a
Stahl3,24 t/a
Kühlschmierstoff28,47 t/a

 

Treibhausgas

Drei ringförmige Diagramme zeigen CO2-Emissionen in Tonnen. Das erste Diagramm (Scope 1) zeigt 57,44 t, das zweite (Scope 2) 0,78 t und das dritte (Scope 3) 31,72 t. Ein grauer Ring stellt die Summe der Scopes 1 bis 3 für 2024 dar. © efa

Finanzierung

  • Investition: 377.350 Euro
  • Zuschuss*: 94.338 Euro
  • Fördereffizienz in Euro/t CO2: 1.049 Euro

* Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft, Modul 4 Premiumförderung

Projektverlauf

  • Beantragung Fördermittel: 04/2024 – 05/2024
  • Förderbescheid: 10/2024
  • Umsetzung Maßnahme: 10/2024 – 09/2025

Projektpartner

  • Effizienz-Agentur NRW
Veröffentlichungsdatum: 26.02.2026

Ansprechpartner:innen

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Marcus Lodde
Marcus Lodde
Leiter Beratung Finanzierung
+49 203 378 79 58
lod@efa.nrw

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