Kategorie: News  |  17. Juli 2026

Studie des MWIKE zeigt Potenziale und Herausforderungen für Innovationsaktivitäten von KMU

Anfang Juli 2026 ist die im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführte Studie „Impulse zur Steigerung der Innovationsaktivitäten von KMU in NRW. Potenziale, Hemmnisse und Handlungsoptionen“ erschienen. Zwar zeigt sie, dass Nordrhein-Westfalen über eine breite Basis an Unterstützungsangeboten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) verfügt. Allerdings bestehen Lücken insbesondere in Bezug auf die vollumfassende Begleitung von Innovationsprojekten sowie mit Blick auf Fragen rund um Finanzierungsmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang hebt die Studie die Angebote der efa und insbesondere die Beratung Finanzierung hervor.
Text auf einem Poster mit dem Titel "Impulse zur Steigerung der Innovationsaktivitäten von KMU in NRW". Darunter steht "Potenziale, Hemmnisse und Handlungsoptionen" sowie die Quelle "wirtschaft.nrw". Der Hintergrund ist in sanften Farben mit Linienmustern gestaltet. © MWIKE
Die Studie zeigt, an welchen Stellen Unterstützungsangebote bei Innovationsaktivitäten für Unternehmen in NRW ansetzen müssen.

Noch immer machen Hidden Champions und Großunternehmen einen beachtlichen Teil der innovierenden Unternehmen in NRW aus, während KMU überwiegend in Nischen und Spezialisierungen Innovationsführer sind. Begründet liegt das zum einen in der zu schmalen und wenig forschungsintensiven Innovationsbasis in der Unternehmenslandschaft, und das trotz der gut ausgebauten und vernetzten Forschungslandschaft mit zahlreichen Forschungsinstituten und Hochschulen. Denn Innovationsvorhaben belasten KMU stärker als Großunternehmen, und das nicht nur aufgrund von Fachkräftemangel und Bürokratie. Innovationsaktivitäten müssen neben dem Tagesgeschäft laufen, was für viele KMU ohne Unterstützung aufgrund begrenzter finanzieller und personeller Ressourcen schlichtweg nicht möglich ist.

Angebote der efa

Projektbegleitung, Fördermittel und
Beratungsangebote

Hier kommen Innovations- und Netzwerkangebote ins Spiel. Sie bauen Hemmnisse für KMU ab, die ohne Unterstützung keine Innovationsaktivitäten durchführen würden, gewinnen immer neue Akteur:innen und sorgen für eine gute regionale Vernetzung. Schon jetzt ist das Angebot in den Bereichen Vernetzung und Sichtbarkeit sowie Internationalisierung und Wachstum stark ausgeprägt; der größte Bedarf der Unternehmen liegt aber im Bereich von Finanzierungs- und Fördermittelfragen. Was der Industriestandort NRW u.a. braucht, sind die Weiterentwicklung der Unterstützungslandschaft, eine klar gesteuerte und wirkungsorientierte Innovationsarchitektur sowie eine Vereinfachung, Beschleunigung und Risikoteilung für KMU. Denn: Das Innovationsprofil lässt durchaus schrittweise Veränderungen zu, die aber zu selten zu marktfähigen Lösungen, Skalierung oder Chancen im internationalen Wettbewerb führen.

Diagramm mit Informationen zu Fördermitteln und Programmen für Startups und KMU in NRW. Es zeigt finanzielle Werte und Projekte wie Chemstars und Creative.NRW sowie KI-Initiativen und Effizienzagenturen. Quellenangabe: Prognos/ZEW (2026). © MWIKE

Quelle: vgl. Studie „Impulse zur Steigerung der Innovationsaktivitäten von KMU in NRW. Potenziale, Hemmnisse und Handlungsoptionen“, S. 39.

Die Beratung Finanzierung der efa

Die Effizienz-Agentur NRW arbeitet mit Angeboten wie ihrer Beratung Finanzierung, für die 2024 ein Finanzvolumen von 13,7 Mio. Euro zur Verfügung stand,* aktiv darauf hin, genau die Lücke zwischen der ersten Phase, der Orientierung, und der belastbaren Entwicklung zirkulärer Geschäftsmodelle und Produkte zu schließen. Konkret sorgen eine lückenlose Projektbegleitung sowie Vereinfachungen rund um Fördermittel und Finanzierung dafür, dass KMU überhaupt erst in Innovationsaktivitäten einsteigen können; auf große Nachfrage stoßen in dem Zusammenhang Förderaufrufe wie Ressource.NRW. Damit steht die efa an der Schnittstelle zwischen Orientierung, Validierung und Entwicklung, und bewirkte allein mit ihrem Sonderprogramm Kreislaufwirtschaft 2021 eine Einsparung von 1,17 GWh.

* Quelle: vgl. Studie „Impulse zur Steigerung der Innovationsaktivitäten von KMU in NRW. Potenziale, Hemmnisse und Handlungsoptionen“, S. 38, Fußnote.

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Marcus Lodde
Marcus Lodde
Leiter Beratung Finanzierung
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