Kategorie: News  |  14. Juli 2026

Praxischeck in Löhne: Batteriespeicher werden zum strategischen Wirtschaftsfaktor

Wie Unternehmen Batteriespeicher wirtschaftlich nutzen und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken können, stand im Mittelpunkt des Praxischecks „Batteriespeicher als strategischer Wirtschaftsfaktor in der betrieblichen Energiewende“ am 2. Juli in Löhne. Zahlreiche Unternehmensvertreterinnen und -vertreter aus Ostwestfalen-Lippe nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen, Geschäftsmodelle und Fördermöglichkeiten zu informieren.
In einem modernen Raum sitzen Gruppen von Männern und Frauen an Tischen und Barhockern. Einige unterhalten sich, während andere an Getränken arbeiten. Die Atmosphäre ist gesellig und entspannt, mit dekorativen Lichtern im Hintergrund. © HORIZONTE-Group Technik GmbH
Zahlreiche Teilnehmende nutzen das Plattform-Treffen zum Austausch mit anderen Akteur:innen.

Die Fachvorträge machten deutlich, dass Batteriespeicher heute weit mehr sind als reine Energiesysteme. Sie eröffnen Unternehmen neue Potenziale zur Senkung von Energiekosten, zur Erhöhung der Versorgungssicherheit sowie zur Vermarktung von Flexibilität. Gleichzeitig beeinflussen regulatorische Neuerungen und neue Marktmechanismen die Wirtschaftlichkeit entsprechender Investitionen.

Von der Theorie in die Praxis

Die HORIZONTE-Group erläuterte unter anderem die neue MiSpeL-Regelung zur Marktintegration von Speichern und Ladepunkten und zeigte auf, welche zusätzlichen Erlösmodelle sich daraus für Unternehmen ergeben können. Anhand eines konkreten Praxisbeispiels wurde veranschaulicht, wie sich durch Eigenverbrauchsoptimierung, intelligentes Lastmanagement und Multi-Use-Konzepte wirtschaftliche Vorteile realisieren lassen. Dabei wurde deutlich: Der Erfolg eines Batteriespeichers hängt entscheidend vom passenden Geschäftsmodell ab.

Auch die strategische Bedeutung energieeffizienter Gewerbeimmobilien wurde beleuchtet. Green Hub OWL zeigte, wie steigende Energiepreise, regulatorische Anforderungen und ESG-Kriterien den Wert von Immobilien beeinflussen und welche Modernisierungsstrategien langfristig zur Wertstabilisierung beitragen können.

Robin Kreipe von der Universität Paderborn ordnete Batteriespeicher als wichtigen regionalen Wirtschaftsfaktor ein und unterstrich die zentrale Rolle von Flexibilität für das Energiesystem der Zukunft. Ergänzend informierte die efa über Förderprogramme für Energie- und Ressourceneffizienz sowie über Finanzierungsmöglichkeiten für Transformationsprojekte. Die Sparkasse Bielefeld stellte passende Finanzierungsmodelle für Investitionen in Photovoltaik, Batteriespeicher und Energieeffizienzmaßnahmen vor.

„Batteriespeicher entwickeln sich zunehmend zu einem strategischen Instrument der betrieblichen Energiewende. Wer Investitionen frühzeitig mit einem tragfähigen Geschäftsmodell, passenden Fördermöglichkeiten und einer langfristigen Unternehmensstrategie verbindet, schafft nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern stärkt auch die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens.“

Anja Vogel, Projektkoordination & Beratung | Region Ostwestfalen-Lippe

Anja Vogel

Beratung & Projektkoordination | Region Ostwestfalen-Lippe

Beim anschließenden Netzwerken nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich mit den Referierenden und Kooperationspartnern über konkrete Anwendungsfälle und Herausforderungen in der betrieblichen Praxis auszutauschen.

Die Veranstaltung wurde von Energie Impuls OWL e. V., der Effizienz-Agentur NRW, der HORIZONTE-Group, Green Hub OWL und der Sparkasse Bielefeld im Rahmen des eRNa-Netzwerks (Regional Nachhaltig) durchgeführt. Das Netzwerk unterstützt Unternehmen dabei, ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Erfolg zu verbinden und nachhaltige Transformationsprozesse erfolgreich umzusetzen.

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