Kategorie: News  |  22. September 2025

Gelsenkirchener Unternehmen Zinq gewinnt Deutschen Umweltpreis

Das Stahlverzinkungsunternehmen ZINQ wird am 26. Oktober 2025 mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet – für die Entwicklung eines innovativen Verzinkungsverfahrens („Mikrozink“), bei dem Ressourcen und Energie im Korrosionsschutz gespart werden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die den Preis vergibt, begründet die Entscheidung außerdem damit, dass Zinq vom Produktdesign bis zum Recycling das Ziel einer „umfassenden Kreislaufwirtschaft“ verfolgt. 2019 hatte Zinq bereits den Effizienz-Preis NRW gewonnen. Das Land NRW hatte auch die Umsetzung einer ersten großtechnischen Anlage zur Mikroverzinkung mit Unterstützung der efa gefördert.
Zwei Personen stehen vor einer blauen Wand mit dem Schriftzug „Shaping Future“. Die Person links hat lockige, braune Haare und trägt eine Brille sowie einen grauen Schal, die Person rechts hat lange, glatte, helle Haare und trägt eine schlichte, dunkle Jacke. © Markus Große Ophoff/DBU
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) vergab dieses Jahr den Deutschen Umweltpreis an das Geschäftsführungsduo Lars Baumgürtel und Ingenieurin Dr. Birgitt Bendiek vom Stahlverzinkungsunternehmen ZINQ aus Gelsenkirchen.

Umweltminister Oliver Krischer gratuliert dem Vorzeigeunternehmen: „Herzlichen Glückwunsch zum Deutschen Umweltpreis 2025! Mit ihrem innovativen Mikrozink-Verfahren und konsequenten Kreislaufwirtschaftsansatz setzen Lars Baumgürtel und Dr. Birgitt Bendiek neue Maßstäbe für Nachhaltigkeit in einer rohstoffintensiven Branche. Sie zeigen eindrucksvoll, wie Energie- und Ressourceneffizienz Hand in Hand mit modernster Forschung gehen – und leisten damit einen wichtigen Beitrag für Klimaschutz und Umweltwirtschaft. Dieses Beispiel macht Mut und zeigt, wie industrielle Unternehmen zum Taktgeber der Transformation werden. Das ist eine starke Leistung und zeichnet eine ganze Region aus.“

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Dr. Birgitt Bendiek und Lars Baumgürtel verbinden mit ihrem Stahlverzinkungsunternehmen Innovation und Nachhaltigkeit auf herausragende Weise. Mit ihrem Mikrozink-Verfahren für die Legierung von Stahl sparen sie gleichzeitig Material und Energie ein und bauen dabei auf jahrzehntelange Erfahrung im effizienten Umgang mit Ressourcen. Zinq macht mit seiner nachhaltigen Unternehmensstrategie vor, dass der Fokus auf zirkuläre und klimaneutrale Prozesse ein erfolgreiches Geschäftsmodell für den Mittelstand ist. Die Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft ist nicht nur ökologisch geboten, sondern auch ökonomisch sinnvoll für die Widerstands- und Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes, der beste Bedingungen für zukunftsweisende und klimafreundliche Geschäftsmodelle bietet.“

Die efa begleitete die Entwicklung bereits seit 2009 mit ihrem Beratungsangebot.

Hintergrund

Die Zinq GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Gelsenkirchen ist Europas größtes Unternehmen für stückverzinkte Oberflächen auf Stahl und Marktführer in der Branche des Feuerverzinkens und Beschichtens von Stahl. Mehr als 650.000 Tonnen Stahl werden jährlich mit Zinq-Oberflächen vor Korrosion geschützt, darunter Stahlbaukonstruktionen, Brücken und Fahrzeugteile. Das Unternehmen ist ein Vorreiter in der Kreislaufwirtschaft bundesweit: Es verfolgt konsequent das Ziel einer zirkulären und nachhaltigen Produktion. Unter dem Leitbild „Zero carbon, zero waste, zero pollution“ hat Zinq schon früh eine Cradle-to-Cradle-Zertifizierung eingeführt, um Materialien so einzusetzen, dass sie vollständig recycelbar sind und kein Abfall entsteht. Durch intensive Eigenforschung konnte der Zinkeinsatz bei gleichbleibender Schutzwirkung um 80 Prozent reduziert werden. Außerdem arbeitet Zinq an der Dekarbonisierung seiner energieintensiven Prozesse. 

Quelle: MUNV