Kategorie: Presse , Region Ruhrgebiet  |  23. April 2026

Es ging wieder rund – 3. Circular Design Summit NRW brachte Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in Dortmund zusammen

Die Effizienz-Agentur NRW (efa) lud am 23. April zum 3. Circular Design Summit NRW ins Pulsschlag Bürgerhaus in Dortmund ein. Unter dem Motto „Es geht wieder rund!“ kamen Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um über Circular Design als Schlüssel für zirkuläre Produkte, resiliente Lieferketten und zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu diskutieren.
Ein Vortrag in einem großen Raum mit mehreren Sitzreihen. Auf der Bühne steht ein Referent vor einer Präsentation. Das Publikum, bestehend aus zahlreichen Personen, blickt aufmerksam nach vorne. Die Atmosphäre ist konzentriert und informativ. © efa
Viktor Haase, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, eröffnete den Vormittag mit seiner Keynote “Die Zukunft ist zirkulär. NRW als innovativer Wirtschaftsstandort”.

Der Summit hat sich in den vergangenen Jahren als zentrale Plattform für anwendungsorientierte Zirkularität in Unternehmen in Nordrhein-Westfalen etabliert. In diesem Jahr stand die Frage im Mittelpunkt, wie Unternehmen die Potenziale der Circular Economy erfolgreich umsetzen und systematisch verstetigen können. Der Summit zeigte, wie viele Unternehmen in NRW bereits erfolgreich zirkuläre Maßnahmen implementieren und dazu die Unterstützung der efa nutzen.

Begrüßt wurden die rund 200 Teilnehmenden durch Dr. Julia R. Tschesche, stellv. Leiterin der efa, und Friederike Klöckner, Beraterin zum Circular Thinking, die zugleich durch das Programm führte. Beide betonten die Rolle von Circular Design als ganzheitlichen Gestaltungsansatz für ressourcenschonende Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle sowie als Treiber für Innovation und neue Business Cases.

Hochkarätige Keynotes aus Politik und Wissenschaft

Viktor Haase, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, eröffnete den Vormittag mit seiner Keynote “Die Zukunft ist zirkulär. NRW als innovativer Wirtschaftsstandort”.

"Die Zukunft ist zirkulär. Nordrhein-Westfalen als Vorreiter der Kreislaufwirtschaft hat die besten Voraussetzungen, sich als innovativer Wirtschaftsstandort der Circular Economy zu profilieren. Ciruclar Design ist dabei ein entscheidender Hebel, um ökologische Verantwortung und wirtschaftlichen Erfolg miteinander zu verbinden."

Porträt eines Mannes mit kurzem, braunem Haar und leichtem Lächeln. Er trägt einen schwarzen Anzug und eine weiße Hemd mit einer grünen Krawatte. Der Hintergrund ist ein einfarbiges Blau.

Viktor Haase, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Wissenschaftliche Impulse lieferte Christa Liedtke, Abteilungsleiterin Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren des Wuppertal Instituts. In ihrem Vortrag zeigt sie auf, warum lineare Wirtschaftsmodelle auch in der aktuellen geopolitischen Lage zunehmend an ihre Grenzen stoßen und wie „Resilienz by Design“ zur Grundlage zukünftiger Rohstoffstrategien werden kann.

Praxis im Fokus: Unternehmen berichteten offen über ihre Erfahrungen

In vier Sessions mit geballtem Praxiswissen aus verschiedenen NRW-Unternehmen erhielten die Teilnehmenden konkrete Einblicke in die Umsetzung zirkulärer Ansätze. Unternehmen wie Gillrath Ziegel- und Klinkerwerk GmbH & Co. KG, WAGO GmbH & Co. KG und viele weitere berichteten über ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolge auf dem Weg in die Circular Economy.

Weitere Programmpunkte widmeten sich der Integration zirkulärer Prinzipien in Produktentwicklungsprozesse, dem Change-Management in Unternehmen sowie der Entwicklung belastbarer Business Cases. Auch aktuelle Fragestellungen zur Regulierung und Produktrücknahme wurden in Fachpanels diskutiert. Den Abschluss bildete ein bewusst offener Austausch unter dem Titel „Aus zirkulären Fuck-ups lernen“, bei dem Unternehmen ihre Lernprozesse teilten.

„Auf unserem 3. Circular Design Summit diskutieren wir nicht mehr über die Gründe für oder gegen eine Circular Economy, sondern über die Verstetigung. Wir sprechen darüber, wie Zirkularität über erfolgreiches Change-Management im ganzen Unternehmen verankert werden kann und wie zirkuläre Produktentwicklung aussieht, sodass jedes Produkt von Anfang an zirkulär gedacht wird. Und wir trauen uns auch, über das Scheitern zu sprechen."

Linda Dierke, Leiterin Entwicklung & Kooperationen

Linda Dierke, Geschäftsfeldleiterin Entwicklung & Kooperationen der efa

„Der Circular Design Summit zeigt ganz konkret, wie Unternehmen den Wandel zur Circular Economy gestalten. Uns ist wichtig, nicht nur Visionen zu diskutieren, sondern praxisnahe Lösungen, Methoden und ehrliche Erfahrungsberichte sichtbar zu machen. Die Umsetzung der Circular Economy in NRW ist Kernidentität der efa“, ergänzte Jana Rödiger, stellv. Geschäftsfeldleiterin des CIRCO-Hubs der efa.

Austausch und Vernetzung im Mittelpunkt

Neben dem Fachprogramm bot die Veranstaltung zahlreiche Möglichkeiten zum Networking. Parallel fand ein Präsenztreffen des CIRCO-Networks statt, das sich an alle 200 ehemaligen CIRCO-Unternehmen richtet, um Umsetzungs-Allianzen und die Implementierung zirkulärer Maßnahmen zu fördern. Die CIRCO-Methode unterstützt Unternehmen dabei, zirkuläre Design- und Geschäftsmodellstrategien direkt am eigenen Produkt zu entwickeln.

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