Kategorie: News  |  14. Juli 2026

Circular Economy als Wettbewerbsvorteil: die efa beim SDFS Impulsforum

Mit einem eigenen Stand und einem Vortrag zum Thema „Circular Economy als Wettbewerbsvorteil und Business Case“ war die efa auf dem SDFS Impulsforum 2026 in Kreuztal vertreten. Das Forum fand bereits zum zweiten Mal statt und brachte Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, die die Zukunft der Produktionstechnik in Deutschland gemeinsam gestalten wollen. In diesem Jahr standen die fachlichen Beiträge unter dem Motto „Nachhaltig. Wettbewerbsfähig. Schlüsseltechnologien für die Produktion von morgen“ und nahmen Themen der New Industry in den Fokus wie KI und Digitalisierung.
Eine große Gruppe von Menschen sitzt in einem modernen Veranstaltungsraum, während eine Person auf einer Bühne spricht. Im Hintergrund ist eine Präsentation mit einem Titel über Zukunftstechnologien zu sehen. Viele Gäste sind in ansprechenden Sitzreihen angeordnet. © SDFS Smarte Demonstrationsfabrik Siegen GmbH / przybilla-studios
Am 08. Juli 2026 fand das 2. Impulsforum SDFS mit dem Titel „Nachhaltig. Wettbewerbsfähig. Schlüsseltechnologien für die Produktion von morgen“ auf dem Campus Buschhütten statt.

Im Rahmen des 2. SDFS Impulsforums mit dem Titel „Nachhaltig. Wettbewerbsfähig. Schlüsseltechnologien für die Produktion von morgen“ präsentiert sich die SDFS Smarte Demonstrationsfabrik Siegen GmbH am 8. Juli 2026 mehr als 200 Gästen aus Industrie, Universität und Politik. Im Mittelpunkt stehen zukunftsweisende Forschungsprojekte und eine Industriemesse auf der heute 2000 m² großen Produktionsfläche des Campus Buschhütten. Hochkarätige Impulse aus Wissenschaft, Anwendungsforschung und industrieller Praxis unterstreichen die Relevanz des Themas. Zu den Referentinnen und Referenten zählen unter anderem Prof. Dr. Friederike Welter, Prof. Dr. Christina Reuter, Dr. Stefan Breit, Rainer Klug, Benno Blumoser und Prof. Dr. Peter Burggräf.

Circular Design als Grundlage der Circular Economy

In ihrem Vortrag „Circular Economy als Wettbewerbsvorteil und Business Case“ betonte Linda Dierke, Leiterin des Geschäftsfelds Entwicklung und Kooperationen bei der efa, die Rolle von Circular Design in der Kreislaufwirtschaft:

Weniger als 10% aller weltweiten Materialflüsse sind zirkulär; über 90% aller Materialflüsse gehen verloren. Dabei wissen wir: Ein zirkuläres Design birgt die Chance 80% der Umweltauswirkungen positiv zu gestalten und hat einen erheblichen Einfluss darauf, ob Strategien zur Werterhaltung funktionieren. Wir müssen also bereits in der Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle, Verfahren, Prozesse und Produkte, die Kreislauffähigkeit von Ressourcen berücksichtigen.“

Linda Dierke, Leiterin Entwicklung & Kooperationen

Linda Dierke

Leiterin Entwicklung und Kooperationen

Anschaulich machten das insbesondere die Beispiele aus der Unternehmenspraxis, die vom Aufbau zirkulärer Geschäftsmodelle wie Verleih- und Recyclingservices bis zur Entwicklung gänzlich zirkulärer Produkte reichten.

Am efa-Stand informierte Markus Schumacher, Berater und Projektkoordinator in der efa-Region Südwestfalen, zahlreiche Besuchende zudem über die CIRCO-Workshopreihe der efa. Innerhalb mehrerer Termine entwickeln die teilnehmenden Unternehmen aus NRW gemeinsam mit den Trainer:innen zirkuläre Ansätze, die in einer zweiten Phase in die Umsetzung gebracht werden.

  • Circular Design

    Circular Design beschreibt einen umfassenden Gestaltungsansatz mit dem Ziel, die Umweltbelastungen von Produkten und Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu minimieren und darüber hinaus nachhaltige Geschäftsmodelle im Sinne einer Circular Economy zu entwickeln.

    Logo bestehend aus einem stilisierten, kreisförmigen Pfeilmuster, das Kreislaufwirtschaft symbolisiert.

New Industry und GreenFactory in Südwestfalen

Das Impulsforum macht sichtbar, welche industrielle Innovationskraft in Südwestfalen steckt. Es vernetzt Unternehmen, Wissenschaft und Politik und setzt Impulse für eine New Industry, die nachhaltig, digital und international wettbewerbsfähig bleibt. „Denn“, so Prof. Dr. Peter Burggräf, „die deutsche Industrie ist nicht gefährdet, weil sie schwach ist. Vielmehr steht sie unter Druck, weil sich ihr bisheriges Erfolgsmodell zunehmend überholt: Digitale Transformation und Klimawandel verlangen von den Unternehmen, sich schneller und konsequenter neu aufzustellen. Genau hier setzt New Industry an.“

Das bedeutet: Die vorhandene industrielle Substanz wie technologische Exzellenz, hohe Qualität, Präzision und ein tiefes Verständnis industrieller Wertschöpfung muss sich mit anderen Schwerpunkten und ergänzt um neue Themen zu neuer Stärke formieren. Zu diesen neuen Themen zählt die konsequente Verankerung der Nachhaltigkeit in alle produktionstechnischen Innovationsprozesse. Nachhaltigkeit wird dabei nicht nur ökologisch verstanden, sondern als Dreiklang von Ökologie, Ökonomie und Sozialem.

Durch den gezielten Einsatz von KI können Produktivität erhöht, Qualität gesichert sowie der Einsatz von Energie und Ressourcen gesenkt werden. Digitalisierung und Nachhaltigkeit müssen konsequent zusammen gedacht werden. Damit geht es bei New Industry im Kern um die nachhaltige Transformation der Industrie mit KI, Daten und nicht zuletzt auch um Verantwortung, treffend als Twin Transformation bezeichnet.

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