Kategorie: News  |  09. März 2026

CIRCO-Track für die metallver- und -bearbeitende Industrie erfolgreich abgeschlossen

Mit dem dritten Workshop am 5. März in Münster ist der CIRCO-Track der efa für die metallver- und -bearbeitende Industrie zu Ende gegangen. Von Anfang Februar bis Anfang März erarbeiteten die teilnehmenden Unternehmen konkrete Ansätze, um zirkuläre Strategien für ihre Produkte und Geschäftsmodelle zu entwickeln.
Eine Gruppe von 15 Personen steht vor einer grünen Hecke und einem Gebäudewand. Die Menschen tragen unterschiedliche Kleidung und haben Namensschilder. Die Mehrheit lächelt in die Kamera. Die Szene vermittelt ein Gefühl von Teamarbeit und Zusammengehörigkeit. © efa
Teilnehmende und Organisatoren des CIRCO-Tracks für die metallver- und -bearbeitende Industrie.

Im Mittelpunkt der Reihe stand die CIRCO-Methode, mit der Unternehmen Potenziale der Circular Economy identifizieren und in konkrete Maßnahmen übersetzen können. Die Teilnehmenden arbeiteten praxisnah an ihren eigenen Produkten und Prozessen und entwickelten erste Ansätze für zirkuläre Lösungen.

Auch wenn die Gruppe klein gehalten war, erwies sich der Austausch als besonders intensiv. Die Unternehmen nutzten die Workshops, um Erfahrungen zu teilen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. Dabei zeigte sich, dass es sich auch in der Wertschöpfungskette Metall lohnt, über klassische Recyclingstrategien hinauszudenken. Schon geschlossene Recyclingkreisläufe („Closed Loops“), bei denen die eigenen hochwertigen Metalle nach der Nutzung wieder als Sekundärrohstoffe in die Produktion zurückgeführt werden, können ein sinnvoller Einstieg in zirkuläres Wirtschaften sein.

Ein weiteres zentrales Ergebnis der Workshops: Circular Economy funktioniert nicht allein. Um Materialkreisläufe zu schließen und neue Geschäftsmodelle umzusetzen, sind Kooperationen und Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette entscheidend.

In den Diskussionen spielte außerdem die Regulatorik eine wichtige Rolle. Die Teilnehmenden betonten, dass zirkuläre Lösungen in der Praxis häufig an Grenzen der bestehenden Normen und Standards stoßen. Für eine erfolgreiche Circular Economy seien daher auch zeitgemäße Anpassungen der regulatorischen Rahmenbedingungen notwendig.

„Die Workshops haben gezeigt, wie viel Potenzial in der Branche steckt. Selbst eine kleine Gruppe engagierter Unternehmen kann gemeinsam wertvolle Ideen entwickeln. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Circular Economy nur durch Zusammenarbeit und passende Rahmenbedingungen wirklich vorankommt“, sagt Ines Haydn, stellv. efa-Leiterin Entwicklung & Kooperationen.

Teilnehmende des CIRCO-Tracks:

  • Friedr. Lohmann GmbH
  • Bauer GmbH
  • GRIS Umformtechnik GmbH, gemeinsam mit der CCT Composite Coating Services GmbH
  • Rheinzink GmbH & Co. KG unter Begleitung der IHK Nord Westfalen

Über CIRCO 

Entwickelt wurde die CIRCO-Methode 2015 im Auftrag des niederländischen Umweltministeriums auf Basis der wissenschaftlichen Ergebnisse der Studie „Products that last“ der TU Delft. CIRCO zeichnet sich durch eine Kombination aus Informationsvermittlung durch Trainer, selbstständiges Arbeiten mithilfe von Online-Materialien und Design-Tools sowie durch den Austausch in der Gruppe aus. Die Effizienz-Agentur NRW nahm die Methode 2021 auf und entwickelte als erster CIRCO-Hub Deutschlands ein Angebot für Betriebe in Nordrhein-Westfalen. Mittlerweile haben über 200 Unternehmen aus NRW an den CIRCO-Workshops teilgenommen.

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