CIRCO auch für die Handelsbranche effektiv: Die erste CIRCO-Workshopreihe für den Handel ist erfolgreich abgeschlossen
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Gerade der Handel nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Als wichtiges Bindeglied zwischen Produzent:innen und Konsument:innen verfügt er über eine enorme Hebelwirkung, um nachhaltige Lösungen in die Breite zu tragen und zirkuläre Geschäftsmodelle am Markt zu etablieren. Gleichzeitig steht die Branche vor großen Herausforderungen. Steigende Kosten, neue regulatorische Anforderungen und ein sich wandelndes Kaufverhalten erhöhen den Handlungsdruck und erfordern vielfach eine strategische Neuausrichtung.
„Je besser man die Kennzahlen des linearen Systems kennt, desto besser kann man die Chancen für zirkuläre Systeme begreifen.“
Vor diesem Hintergrund bot die Workshopreihe den teilnehmenden Unternehmen die Möglichkeit, neue Perspektiven zu entwickeln, innovative Geschäftsansätze kennenzulernen und konkrete Wege hin zu einem zukunftsfähigen, zirkulären Wirtschaften zu erarbeiten.
Teilgenommen haben neun kleine bis große Unternehmen aus dem Bereich Handel:
- ALTEX Textil-Recycling GmbH & Co. KG
- BUNZL Großhandel GmbH
- Ceconomy AG
- HELU KABEL GmbH
- InCase Handelsgesellschaft mbH
- MAGAZIN® Versandhandelsgesellschaft mbH
- Manufactum GmbH
- OBI Corporate Center GmbH
- Schwefisco Betriebstechnik GmbH
„Die teilgenommenen Handelsunternehmen haben mit CIRCO die Chancen der Zirkularität erkundet und trotz des auf Verkauf ausgerichteten Geschäftsmodells spannende neue Rollen und Ideen für den zirkulären Handel entwickelt. Ich freue mich schon darauf demnächst spannende Beispiele aus dem zirkulären Handel zu sehen.“
CIRCO im Handel vs. Industrieunternehmen
Im Rahmen der ersten CIRCO-Übung zur Analyse der Wertschöpfungskette zeigte sich ein interessanter Unterschied zwischen Handels- und Industrieunternehmen. Handelsunternehmen verfügen in der Regel über ein sehr gutes Verständnis der Nutzungsphase sowie des End-of-Life ihrer Produkte, da sie nahe an den Kund:innen und den Marktanforderungen agieren. Dagegen bestehen häufig größere Wissenslücken in den vorgelagerten Bereichen der Wertschöpfungskette, insbesondere hinsichtlich Rohstoffgewinnung, Beschaffung und Produktion.
Bei Industrieunternehmen stellte sich die Situation oftmals umgekehrt dar. Sie besitzen in der Regel detaillierte Kenntnisse über die eingesetzten Rohstoffe sowie die eigenen Beschaffungs- und Produktionsprozesse. Gleichzeitig sind die Nutzungsphase und das Lebensende ihrer Produkte häufig weniger transparent und werden eher als „Blackbox“ wahrgenommen.
„Nicht jeder Handel produziert selbst auch Produkte und hat aber natürlich ganz viele Kontakte zu Herstellern und vielleicht Zulieferern. Und das ist natürlich eine riesige Chance, um auch Einfluss zu nehmen auf die Entwicklung von Geschäftsmodellen oder Produktdesignanpassungen. Und deswegen war diese Workshopreihe total erfolgreich und die tolle Erkenntnis daraus, dass beim Handel eine total tolle Steuerungsfunktion sitzt und gerade der Umgang mit Retouren ein großer Hebel ist, um ja Wertverluste zu Chancen auszumachen.“
Die Gegenüberstellung dieser unterschiedlichen Perspektiven machte deutlich, wie sich die Erkenntnisse beider Akteursgruppen ergänzen. Durch den gemeinsamen Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette konnten Zusammenhänge besser verstanden und ein umfassenderes Bild der zirkulären Potenziale entlang des Produktlebenszyklus gewonnen werden.
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