Beratungsprogramm „Ressourceneffizienz“: Förderung nutzen, Kosten senken, Transformation vorantreiben – Interview mit Andreas Kunsleben
Herr Kunsleben, was ist die Zielsetzung des Beratungsprogramms Ressourceneffizienz – und warum ist es gerade jetzt so relevant?
Das Programm zielt darauf ab, Unternehmen dabei zu unterstützen, konkrete Veränderungen für mehr Ressourceneffizienz durch greifbare Maßnahmen mit erheblichem wirtschaftlichem Nutzen umzusetzen.
An wen richtet sich das Programm konkret? Welche Unternehmen können die Förderung in Anspruch nehmen?
Grundsätzlich können alle Unternehmen in NRW davon profitieren. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden aus EU-Fördermitteln in Verbindung mit Mitteln des Landes NRW gefördert. Große Unternehmen können Landesmittel als De-minimis-Beihilfe erhalten. Wichtig: Der Fokus der Beratung muss auf dem Förderzweck liegen.
Welche Beratungsleistungen werden im Rahmen des Programms grundsätzlich gefördert?
Das Programm ist hinsichtlich der Vorgehensweise der Berater sehr flexibel. Aus dem Antrag muss jedoch klar hervorgehen – beispielsweise in Arbeitspakete untergliedert und auf Produktions- oder Produktbereiche bezogen –, inwiefern die Beratungsleistung zur Ressourceneffizienz beiträgt und welche Ergebnisse angestrebt werden.
Können Sie das etwas konkreter machen: Welche Arten von Projekten werden typischerweise unterstützt – und wie flexibel ist das Programm bei unterschiedlichen Ausgangssituationen?
Typische Projekte umfassen Produktionsanalysen mit dem Ziel, Materialverluste, Ausschuss und einen ineffizienten Energieeinsatz zu vermeiden. Aber auch Prozessberatungen zur Harmonisierung von Geschäftsabläufen werden gefördert, denn unnötiger Stress in der Auftragsabwicklung ist häufig eine wesentliche Ursache für Verschwendung. Unterstützung bietet das Programm auch beim Produktdesign, beispielsweise bei Fragen der Modularisierung, der vereinfachten Wartung, der Demontierbarkeit und der Reduzierung der Ressourcenintensität. Ebenfalls kann die Weiterentwicklung von Angeboten, etwa durch die Integration von Serviceleistungen oder die Entwicklung von Weiterverwendungs- oder Rücknahmemodellen, gefördert werden.
Wie läuft die Antragstellung in der Praxis ab? Worauf sollten Unternehmen besonders achten?
Die Antragstellung für KMU erfolgt online. Für große Unternehmen besteht ein Formularverfahren. Eine Verlinkung zu beiden Wegen findet sich bei der zuständigen Bewilligungsbehörde, dem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK), oder auf unserer Homepage. Der Aufwand ist überschaubar. Wir empfehlen vorher ein kostenfreies Beratungsgespräch mit der efa.
Und welche Rolle spielt die efa im Rahmen des Programms? Wie profitieren Antragsteller ganz konkret von ihrer Unterstützung?
Wir haben in diesem Programm zum einen die Aufgabe, die Vorhaben im Auftrag des LANUK fachlich zu prüfen. Dabei bewerten wir, ob die geplante Vorgehensweise sinnvoll ist, ob die Projektziele – auch in quantitativer Hinsicht – plausibel dargestellt sind und ob die vorgesehenen Ausgaben wirtschaftlich sind.
Zum anderen bieten wir Unternehmen bereits im Vorfeld kostenfreie erste Relevanzanalysen zur Ressourceneffizienz und zur Circular Economy an. Wir begleiten die Projektabwicklung und unterstützen eine reibungslose Auszahlung der Fördermittel. Darüber hinaus stehen unsere Kolleginnen und Kollegen aus der Finanzberatung für Fragen zu möglichen Förderungen von Investitionen zur Verfügung, die sich aus dem Beratungsvorhaben ergeben.
Unser Ziel ist es, Unternehmen auf ihrem Weg zu einer zukunftsweisenden Entwicklung zu begleiten – von der Potenzialanalyse über die Erarbeitung passender Lösungen bis hin zur wirksamen Umsetzung.
Herr Kunsleben, vielen Dank für das Gespräch.
Ansprechperson
Ich bin für Sie da